25.02.2013

Schulstandorte zukunftssicher machen

Foto: Christian Darr

Kürzlich diskutieren die Mitglieder von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN eine in Auftrag gegebene Studie von Prof. Dr. Jörg Arnsmeyer (FH Nordhausen) zur künftigen Planung der Schulstandorte im Landkreis Nordhausen.

Auf Einladung der Stadtrat- und Kreistagsfraktionen führte Prof. Arnsmeyer eine Studie über die Nordhäuser Schullandschaft durch. Das Ergebnis wurde bei einer öffentlichen Diskussion nun präsentiert und diskutiert. „Eine zentrale Forderung ist und bleibt für uns Grüne die gemeinsame Schulnetz- und Entwicklungsplanung für Landkreis und Stadt Nordhausen. Hier können Synergieeffekte in der Doppelverwaltung erzielt werden“, erklärt John Dauert, Kreissprecher der Südharzer Bündnisgrünen. Das Thema Bildungspolitik ist für die Grünen ein wichtiges Zukunftsthema und auch ein Standortfaktor für den Südharz.

Bei der Untersuchung wurden nun die Bevölkerungsprognosen bis 2030 zu Rate gezogen. „Leider zeigt sich ein dramatischer Einbruch der Zahlen bei der Jugendlichen im Landkreis um die Hälfte der aktuellen Zahlen. Daraus folgen leider schmerzhafte aber dringend notwendige Überlegungen. Eine 1 bis 1,5 zügige Grundschule wird auf Dauer nicht mehr zu finanzieren sein. Nimmt man dann Einzugsgebiete und Gebäudezustände zusammen, sieht es für einzelne Schulen im Landkreis nicht gut aus. Das Zusammenlegen von Grundschulen ist aber nicht allein aus finanziellen Gründen notwendig, sondern auch mit pädagogischer Perspektive sinnvoll. Der Unterricht und das Schulleben sollen eine Vielfalt bieten und Vergleichsmöglichkeiten schaffen. Alles das ist in extrem kleinen Schulen nicht mehr möglich, auch die Stundenzahl der Lehrerinnen und Lehrer ist nicht leicht zu koordinieren. Kurz um, Qualität ist in einer Grundschule mit 2 bis 3 Zügigkeit mehr gegeben“, sagt Dauert.

Die Studie von Prof. Arnsmeyer sieht Klettenberg, Niedergebra, Petersdorf und Sollstedt als stark gefährdet an. Sollstedt hat aufgrund der Gebäudesituation und guten Lage im Hinblick auf die anstehende Kreisgebietsreform jedoch gute Chancen. „Wenn wir Einschnitte vornehmen, muss auch der Schulbusverkehr verbessert werden. An den Schulstandorten müssen dann einheitliche Zeiten geschaffen werden, wodurch im Grundschulbereich ein Nachmittagsbereich entsteht, um eine finanzierbare Lösung für einen guten Schulbusverkehr zu finden“, gibt Dauert zu bedenken.

Für die Bündnisgrünen ist der erste Schritt gemacht, nun müssen weitere Diskussionen und verbindliche und langfristige Entscheidungen für die Kinder, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer folgen.



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