20.08.2013

Trinkwasser ist Aufgabe der Daseinsvorsorge

Foto: Norbert Sondermann

Grüne wollen kommunale Handlungsfähigkeit stärken

Am heutigen Dienstag, den 20. August, war der bündnisgrüne Direktkandidat Norbert Sondermann zum Gespräch beim Zweckverband Trinkwasser Mühlhausen und Unstruttal. Vom Werkleiter Herrn Dutschmann wurde er über die aktuelle Situation der Trinkwasserversorgung in Mühlhausen informiert.

Mit einer Reihe von Investitionen hat der Zweckverband seit der Wende dafür gesorgt, dass die Kommunen im Einzugsgebiet eine funktionierende Wasser- und Abwasserentsorgung erhalten haben. Den Verbraucherinnen und Verbrauchern steht damit qualitativ hochwertiges Trinkwasser zur Verfügung, dass ausschließlich aus Tiefbrunnen der Region kommt.

Mit dem demographischen Wandel sowie einem geringeren Bedarf aus Industrie und den privaten Haushalten hat sich allerdings auch der Wasserbedarf seit 1989 halbiert und liegt im Durchschnitt bei einem täglichen Bedarf 105 l pro Einwohner. Das erhöht den Reinigungsaufwand und damit die Kosten der Qualitätssicherung der Trinkwasserversorgung.

Zum Thema Fracking hat der Werkleiter eine klar ablehnende Meinung. Der beim Fracken in den Untergrund eingebrachte Chemie-Cocktail wäre ein viel zu hohes Risiko für die eigenen Brunnen und damit die Trinkwasserversorgung der Region. Seiner Ansicht nach muss das 150jährige Bergrecht der Zeit angepasst werden. Denn während für die eigenen Kläranlagen Umweltverträglichkeitsprüfungen Standard sind, gelten diese für das Fracking nicht.

Die Wasserversorgung ist eine Aufgabe der Daseinsvorsorge, stellt Dutschmann klar. Mit Interesse wird daher auch in Mühlhausen der Schritt des Berliner Senats verfolgt, die Wasserversorgung der Stadt wieder vollständig zu rekommunalisieren.

"Wir Grüne haben ebenso eine klar ablehnende Haltung gegenüber dem Fracking und stehen beim den Aufgaben der Daseinsvorsorge an der Seite der Kommunen. Wir wollen die Kommunen künftig noch besser dabei unterstützen, eine gut funktionierende Infrastruktur bereitzustellen", erklärt Sondermann. Auf nationaler Ebene wollen wir daher mehr Mittel aus dem Europäischen Strukturfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums zur Verfügung stellen.



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