25.10.2013

Umweltminister ohne Verantwortung

Foto: Zerohund / CC BY-SA 3.0

Öko-Landwirtschaft für Reinholz ohne Priorität

Mit großem Unverständnis reagieren BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf die jüngsten Zahlen zur ökologischen Landwirtschaft in Thüringen. Nach der Kapitulation eines der größten Bio-Betriebe im Land war nun bekannt geworden, dass die Förderung für Betriebsumstellungen auf ökologische Bewirtschaftung für dieses Jahr ausgesetzt wird.
Aus Sicht von Christian Darr wirke dies für die Landwirtschaft nachteilig: „Es geht nicht nur um die Bewirtschaftung ohne Chemie und eine artgerechte Haltung. Bio-Produkte haben ausgezeichnete Absatzzahlen und helfen den Bauern sich dem Wettbewerbsdruck mit weltweit agierenden Konzernen ein Stück weit zu entziehen."
Besonders fatal ist nach dem Standpunkt den Vorstandsmitglieds der Nordhäuser Bündnisgrünen die Situation im Landkreis Nordhausen: „Im Wahlkreis des Thüringer Umweltministers gibt es bis heute keinen größeren Betrieb, der nach ökologischen Kriterien wirtschaftet.“ Dies soll sich nach Darrs Eindruck auch offenbar nicht ändern: „Das Aussetzen der Umstellungsprämie in diesem Jahr ist ein deutliches Zeichen. Das Umweltministerium könnte in Vorleistung gehen, denn erfahrungsgemäß kommen die EU-Gelder mit hoher Wahrscheinlichkeit.“
Nach Darrs Standpunkt ist die notwendige Transformation der Landwirtschaft für Reinholz leider kein Thema: „Lieber hält der Umweltminister, wie in diesem Frühjahr, schwungvolle Reden bei der Eröffnung eines Autohauses. Das ist kein gutes Aushängeschild für einen Umweltminister.“



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URL:http://www.gruene-nordhausen.de/partei/archiv/2013/expand/490902/nc/1/dn/1/