25.11.2013

NEIN zum Ausverkauf der Karstlandschaft!

Foto: Christian Darr

Der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Thüringen beteiligte sich am vergangenen Samstag an einer von Bürger*innen organisierten Aktion gegen den Gipsabbau im Südharz. In der “Rüdigsdorfer Schweiz” bei Nordhausen befindet sich das letzte zusammenhängende Gipskarstgebiet Thüringens. Hier sollen Steinbrüche zur Gipsgewinnung entstehen.

Im Namen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der GRÜNEN JUGEND Thüringen entrollten in Rüdigsdorf Eva Pfannerstill (Sprecherin), Bendix Offensand (Sprecher), Johannes Brink (Schatzmeister) sowie Leonie Zander und Kathrin Pham (Beisitzerinnen) ein Transparent mit der Aufschrift “Gipskarstlandschaft erhalten. Kein neuer Abbau im Südharz (auch unterirdisch)!” Dazu Bendix Offensand: “Die Gipskarstlandschaft im Südharz ist ein weltweit einzigartiges Biotop. Deshalb sollte sich die Thüringer Landesregierung das Nachbarland Sachsen-Anhalt zum Vorbild nehmen, wo ein Großteil des Gipskarstes unter Schutz steht! Ex-Ministerpräsident Althaus hat schon 2004 einen Abbaustopp für Naturgips verhängt, und wir fragen uns, was die jetzige Landesregierung dazu bewegt hat, das Naturerbe nun doch weiter auszuverkaufen.”

Eva Pfannerstill ergänzt: “Besonders ärgert uns, dass dieser Gipsabbau völlig überflüssig ist: Es gibt bereits effiziente Recyclingsysteme für Gips, außerdem kann er aus der Rauchgasentschwefelung als Abfallprodukt gewonnen werden. Der einzige Grund, weshalb sich Gipsabbau wirtschaftlich noch mehr lohnt als diese Alterativen, sind die viel zu geringen Förderabgaben von derzeit 38 Cent pro Tonne. Das muss sich im Sinne des Umweltschutzes dringend ändern! “



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URL:http://www.gruene-nordhausen.de/partei/archiv/2013/expand/495079/nc/1/dn/1/